Kirchenchor Hambrücken * Vocalitas * Coro Piccolo
Kirchenchor Hambrücken *  Vocalitas  * Coro Piccolo

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Katholischer Kirchenchor

St. Remigius Hambrücken


Eva Baron (Vorstand)

Tannenweg 5
76707 Hambrücken

Tel. 07255 / 397405

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Bilder und Berichte in 2020

Bedeutung der musikalischen Messteile 5:

Das Agnus Dei

 

In der letzten Ausgabe des Mitteilungsblattes haben wir Ihnen die Bedeutung des Sanctus und das Benedictus nähergebracht. Heute wenden wir uns dem Agnus Dei zu.

 

Das Wort Agnus dei bedeutet Lamm Gottes und ist ein seit ältester Zeit im Christentum verbreitetes Symbol für Jesus Christus.

 

Im Lateinischen heißt es:

Agnus Dei, qui tollis peccata mundi, miserere nobis.
Agnus Dei, qui tollis peccata mundi, miserere nobis.
Agnus Dei, qui tollis peccata mundi, dona nobis pacem.

 

Ins Deutsche übersetzt bedeutet dies:

Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt, erbarme dich unser.
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt, erbarme dich unser.
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt, gib uns deinen Frieden.

 

Damit endet in der Regel der musikalische Teil der Messe und damit auch unsere Reihe über die Bedeutung der einzelnen musikalischen Messteile.

 

Eine Hörprobe zum Agnus Dei finden Sie unter: https://www.youtube.com/watch?v=RaR7ruMt_8o

 

Diese ist leider nicht von den Sängerinnen und Sänger des Kirchenchores St. Remigius, sondern vom Chor des Justus-Knecht-Gymnasiums Bruchsal, die Bruchsaler Schlossspatzen und der Chor der Hofkirche Bruchsal singen unter der Leitung von Patrick Wippel.

 

(Text: Steffen Riedel)

Bedeutung der musikalischen Messteile 4:

 

Das Sanctus und das Benedictus

 

In der letzten Ausgabe des Mitteilungsblattes haben wir Ihnen die Bedeutung des Credos nähergebracht. Heute wenden wir uns dem Sanctus mit Halleluja und Benedictus zu.

 

Das Wort Sanctus bedeutet heilig und stellt mit dem Benedictus (gepriesen, gesegnet) eine Einheit dar.

 

Im Lateinischen bedeutet heißt es:

Sanctus, sanctus, sanctus Dominus Deus Sabaoth. Pleni sunt coeli et terra gloria tua. Hosanna in excelsis. Benedictus qui venit in nomine Domini.  Hosanna in excelsis.

 

Ins Deutsche übersetzt bedeutet dies:

Heilig, heilig, heilig, Gott, Herr aller Mächte und Gewalten. Erfüllt sind Himmel und Erde von deiner Herrlichkeit. Hosanna in der Höhe. Hochgelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe.

 

Das Benedictus lautet im Lateinischen:

Benedictus Dominus Deus Israel, quia visitavit et fecit redemptionem plebi suae et erexit cornu salutis nobis, in domo David pueri sui, sicut locutus est per os sanctorum, qui a saeculo sunt, prophetarum eius, salutem ex inimicis nostris, et de manu omnium, qui oderunt nos; ad faciendam misericordiam cum patribus nostris, et memorari testamenti sui sancti, iusiurandum, quod iuravit ad Abraham patrem nostrum, daturum se nobis, ut sine timore, de manu inimicorum liberati, serviamus illi in sanctitate et iustitia coram ipso omnibus diebus nostris. Et tu, puer, propheta Altissimi vocaberis: praeibis enim ante faciem Domini parare vias eius, ad dandam scientiam salutis plebi eius in remissionem peccatorum eorum, per viscera misericordiae Dei nostri, in quibus visitabit nos oriens ex alto, illuminare his, qui in tenebris et in umbra mortis sedent, ad dirigendos pedes nostros in viam pacis.

 

Auf Deutsch bedeutet dies:

Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen; er hat uns einen starken Retter erweckt im Hause seines Knechtes David. So hat er verheißen von alters her durch den Mund seiner heiligen Propheten. Er hat uns errettet vor unseren Feinden und aus der Hand aller, die uns hassen; er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet und an seinen heiligen Bund gedacht, an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat; er hat uns geschenkt, dass wir, aus eideshand befreit, ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor seinem Angesicht all unsre Tage. Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; denn du wirst dem Herrn vorangehen und ihm den Weg bereiten. Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken in der Vergebung seiner Sünden. Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe, um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

 

Eine Hörprobe zum Sanctus finden Sie unter:

https://www.youtube.com/watch?v=llrfJCtmreo

 

Die Hörprobe des Benedictus finden Sie unter:

https://www.youtube.com/watch?v=pjzNPuQVTGc

 

Diese ist leider nicht von den Sängerinnen und Sänger des Kirchenchores St. Remigius, sondern vom Chor des Justus-Knecht-Gymnasiums Bruchsal, die Bruchsaler Schlossspatzen und der Chor der Hofkirche Bruchsal singen unter der Leitung von Patrick Wippel.

 

(Text: Steffen Riedel)

 

Bedeutung der musikalischen Messteile 3:

 

Das Credo

 

In der letzten Ausgabe des Mitteilungsblattes haben wir Ihnen die Bedeutung des Gloria nähergebracht. Heute wenden wir uns dem Credo zu.

Das Wort Credo bedeutet Ich glaube und stellt damit das musikalische Glaubensbekenntnis dar.

 

Im Lateinischen heißt es:

Credo in unum Deum Patrem omnipotentem, factorem cæli et terræ, visibilium omnium et invisibilium; et in unum Dominum Iesum Christum, Filium Dei unigenitum, et ex Patre natum ante omnia sæcula, (Deum de Deo,) lumen de lumine, Deum verum de Deo vero, genitum, non factum; consubstantialem Patri; per quem omnia facta sunt; qui propter nos homines et propter nostram salutem descendit de cælis, et incarnatus est de Spiritu Sancto ex Maria Virgine, et homo factus est; crucifixus etiam pro nobis sub Pontio Pilato passus et sepultus est; et resurrexit tertia die secundum scripturas, et ascendit in cælum, sedet ad dexteram Patris, et iterum venturus est cum gloria iudicare vivos et mortuos, cuius regni non erit finis; et in Spiritum Sanctum Dominum et vivificantem, qui ex Patre (Filioque) procedit; qui cum Patre et Filio simul adoratur et conglorificatur; qui locutus est per Prophetas; et unam, sanctam, catholicam et apostolicam ecclesiam. Confiteor unum baptisma in remissionem peccatorum, et exspecto resurrectionem mortuorum et vitam venturi sæculi. Amen.

 

Auf Deutsch bedeutet dies:

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde,  und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.

Eine Hörprobe zum Credo finden Sie unter:

 

https://www.youtube.com/watch?v=URGMDefNKkU

 

Diese ist leider nicht von den Sängerinnen und Sänger des Kirchenchores St. Remigius, sondern vom Chor des Justus-Knecht-Gymnasiums Bruchsal, die Bruchsaler Schlossspatzen und der Chor der Hofkirche Bruchsal singen unter der Leitung von Patrick Wippel.

 

(Text: Steffen Riedel)

Bedeutung der musikalischen Messteile 2:

 

Das Gloria

 

In der letzten Ausgabe des Mitteilungsblattes haben wir Ihnen eine Übersicht der musikalischen Messteile vorgestellt. Die typische Reihenfolge und Zugehörigkeit bei der normalen Messe (Ordinarium) sind das Kyrie, das Gloria, (das Credo), das Sanctus mit Hosanna und Benedictus sowie das Agnus Dei.

 

Nachdem wir letzte Woche die Bedeutung des Kyrie im Eröffnungsteil der Heiligen Messe beschrieben haben, wollen wir uns heute dem Gloria zuwenden.

 

Das Wort Gloria bedeutet Ruhm bzw. Ehrerbietung und wird oft auch als Kurzform für den Hymnus Gloria in excelsis Deo („Ehre sei Gott in der Höhe“) gebraucht. Im Lateinischen heißt es:

 

Gloria in excelsis Deo, et in terra pax hominibus bonae voluntatis.
Laudamus te, benedicimus te, adoramus te, glorificamus te, gratias agimus tibi propter magnam gloriam tuam, Domine Deus, Rex caelestis, Deus Pater omnipotens, Domine Fili unigenite, Jesu Christe, Domine Deus, Agnus Dei, Filius Patris, qui tollis peccata mundi, miserere nobis; qui tollis peccata mundi, suscipe deprecationem nostram.

 

Qui sedes ad dexteram Patris, miserere nobis.
Quoniam tu solus Sanctus, tu solus Dominus, tu solus Altissimus, Jesu Christe, cum Sancto Spiritu: in gloria Dei Patris.
Amen.

 

(lateinische Fassung nach dem Messbuch der katholischen Kirche)

 

Auf Deutsch bedeutet dies:

Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seiner Gnade.  Wir loben dich, wir preisen dich, wir beten dich an, wir rühmen dich und danken dir, denn groß ist deine Herrlichkeit.
Herr und Gott, König des Himmels, Gott und Vater, Herrscher über das All.
Herr, eingeborener Sohn, Jesus Christus.
Herr und Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters, du nimmst hinweg die Sünde der Welt: erbarme dich unser;du nimmst hinweg die Sünde der Welt: nimm an unser Gebet; du sitzest zur Rechten des Vaters: erbarme dich unser. Denn du allein bist der Heilige, du allein der Herr, du allein der Höchste: Jesus Christus mit dem Heiligen Geist, zur Ehre Gottes des Vaters. Amen.


(deutsche ökumenische Fassung von 1971, hier nach Gotteslob Nr. 583)

 

Eine Hörprobe zum Gloria finden Sie unter

https://www.youtube.com/watch?v=aI75A1IvW6E

 

Diese ist leider nicht von den Sängerinnen und Sänger des Kirchenchores St. Remigius, sondern vom Chor des Justus-Knecht-Gymnasiums Bruchsal, die Bruchsaler Schlossspatzen und der Chor der Hofkirche Bruchsal singen unter der Leitung von Patrick Wippel.

 

(Text: Steffen Riedel)

Kirchenchorfamilie voraussichtlich bis zu den Sommerferien musikalisch zur Stille gezwungen

 

Die einzelnen Chorformationen des Katholischen Kirchenchores St. Remigius Hambrücken nehmen das ganze Jahr über überwiegend musikalisch, aber auch an den Veranstaltungen der Ortsvereine teil. Über diese Ereignisse berichten wir an dieser Stelle alle interessierten Leserinnen und Leser. Leider sind all diese Aktivitäten aktuell aufgrund der Corona-Verordnung der Landesregierung nicht erlaubt. Dies wird sicher auch noch eine ganze Weile andauern.

 

Um Ihnen dennoch die Möglichkeit zu geben, etwas vom Kirchenchor zu lesen, möchten wir an die Worte unseres Pfarrers und Präses Peter Bretl anknüpfen, die er bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung an die Sängerinnen und Sänger gerichtet hat. Diese Hauptversammlung fand im Januar 2020 statt, also zu einer Zeit, in der das Corona-Virus augenscheinlich noch weit entfernt war.

 

Pfarrer Bretl drückte in seinen damaligen Grußworten seine Freude über den Gesang der einzelnen Chorformationen aus. Er führte aus, dass in vielen von den Chören gesungenen Liedtexten die tiefe Botschaft der Heiligen Schrift hörbar werde. Auch stellte er die Frage, welchen Einfluss diese Botschaft auf das Leben bzw. den Alltag habe. Er wies auf die Wichtigkeit einer guten Aussprache der Sängerinnen und Sänger hin, damit die Botschaft auch bei den Gottesdienstbesuchern ankommen könne. Somit werde der Kirchenchor zum wertvollen Verkündiger der Botschaft Gottes.

 

Diese Gedanken sind Grundlage für die kommenden Berichte. Besonders an den Hochfesten des Kirchenjahres werden Messen gesungen.

 

Messe, auch Missa genannt, heißt die Gattung musikalischer Kompositionen, denen die Texte der heiligen Messe der katholischen Liturgie zugrunde liegen. In der Regel sind dies gleichbleibende Texte, auch Ordinarium genannt, benannt nach den Anfangsworten des Textes. Zu besonderen Hochfesten oder besonderen Anlässen wurden und werden zusätzliche Texte – Proprium genannt - vertont. Beispiele für letztere Messen findet man beim Requiem.

 

Die typische Reihenfolge und Zugehörigkeit bei der normalen Messe (Ordinarium) sind:  das Kyrie, das Gloria, (das Credo), das Sanctus mit Hosanna und Benedictus sowie das Agnus Dei.

 

Ursprünglich war der Begriff Missa brevis dafür gebraucht, eine komplette Messe von kürzerer Dauer oder auch ohne Gloria und Credo zu bezeichnen. Das Gegenteil in der katholischen Tradition ist die Missa solemnis, die nicht unbedingt länger dauern musste, aber mit größerem Aufwand versehen war.

 

Im Eröffnungsteil der Heiligen Messe kann das Kyrie dem allgemeinen Schuldbekenntnis folgen oder ist mit diesem verbunden. Aus dem Huldigungsruf wird in diesem Fall ein Erbarmensruf. Es kann griechisch oder deutsch gesprochen werden.

 

Der Text lautet:

„Kyrie, eleison! – Herr, erbarme dich (unser)!
Christe, eleison! – Christus, erbarme dich (unser)!
Kyrie, eleison! – Herr, erbarme dich (unser)!“

 

Eine Hörprobe zum Kyrie finden Sie unter :

https://www.youtube.com/watch?v=9pZ-dHN4TVw

 

Diese ist leider nicht von den Sängerinnen und Sänger des Kirchenchores St. Remigius, sondern vom Chor des Justus-Knecht-Gymnasiums Bruchsal, die Bruchsaler Schlossspatzen und der Chor der Hofkirche Bruchsal singen unter der Leitung von Patrick Wippel.

 

Text: Steffen Riedel

 

Ostern 2020

 

Kirchenchorfamilie durch Corona-Virus von der liturgischen Gestaltung des Jugendkreuzweges, der Karfreitagsliturgie und am Osterfest musikalisch ausgeschlossen

 

Traditionell stellt das österliche Hochfest für den katholischen Kirchenchor eine ereignisreiche und von Musik erfüllte Zeit dar. Neben dem Kinder- und Jugendchor ist in dieser Zeit der Stammchor sehr präsent in die liturgische Handlung eingebunden. Jedoch nicht in diesem Jahr, denn durch die Schutzmaßnahmen im Rahmen der Corona-Pandemie, bleiben die Gotteshäuser geschlossen, finden Gottesdienste ohne Besucher und damit ohne musikalische Mitwirkung der Kirchenchöre statt.

Unter normalen Umständen hätten zu Beginn der Karwoche, am Palmsonntag, die Mädchen und Jungen des Coro Piccolo die musikalische Gestaltung des ökumenischen Jugendkreuzweges übernommen. Dieser findet eigentlich auf dem Friedhof in Hambrücken statt. Mit eindrucksvollen Texten, eigens komponierten Liedern und Bildern, wird die Härte, jedoch auch die tröstenden Momente des Kreuzweges Jesu sehr plastisch und eindringlich vermittelt. Der Jugendkreuzweg begeistert die jungen Sängerinnen und Sänger, als auch die Kreuzwegbesucher im Normalfall sehr.

Für den Stammchor würde sein musikalisches Wirken mit der Liturgie zum Karfreitag beginnen. Da eigentlich mit dem Gloria am Gründonnerstag die Orgel bis zum Gloria in der Osternacht verstummt, singt deswegen der Chor a cappella, d.h. ohne Begleitung von Instrumenten. Hierbei werden Stücke vorgetragen, die an das Leiden und Sterben Jesu erinnern.

Durch die Corona bedingten Kirchenschließungen, ist die orgel- und musiklose Zeit in unseren Gotteshäusern jedoch unfreiwillig um mehrere Wochen verlängert worden. Die so erzwungene Stille ist jedoch gleichfalls ein sehr starker, wenn auch ungewollter Ausdruck für diese stille und von Trauer erfasste Zeit im Kirchenjahr.

 

Den musikalischen Höhepunkt stellt dann die sonntägliche Ostermesse mit Chor und Orgel dar. Dieser würde das musikalisch passende und von Freude erfüllte Gegenstück zu den Karfreitagsgesängen darstellen. Die „dunkle“ Trauerzeit der Karwoche wird erhellt durch das Lumen Christi, dem Licht Jesu Christus. Dieses Licht, das mit der neuen Osterkerze in die dunkle Kirche getragen und dort von Kerze zu Kerze, von Kirchenbank zu Kirchenbank getragen wird, erhellt somit das Gotteshaus und die Herzen der Gottesdienstbesucher. Da diese im Anschluss dieses Osterlicht nach Hause nehmen, erhellt es die Häuser, Straßen und Herzen der Christen in unserer Gemeinde, unserem Land und auf der ganzen Welt. Ganz wie in folgender Erzählung aus dem 11. Jahrhundert: Im alten Ägypten ließ der muslimische Herrscher Kalif Al-Hakim für neun Jahre alle Kirchen schließen. Eines Tages ging er in den Straßen der Christen spazieren. Aus jedem Haus hörte er diese beten und Gott loben. Da befahl er: „Öffnet wieder die Kirchen und lasst die Christen beten wie sie wollen. Ich wollte in jeder Straße eine Kirche schließen, doch nun habe ich feststellen müssen, dass ich in jedem Haus eine neue Kirche eröffnet habe.“

 

Für die Feier der Auferstehung Jesu Christi hatte sich Dirigentin Jutta Zimmermann dieses Jahr eine besondere Messe ausgesucht. Zusammen mit dem Organisten Alexander Burghardt sollten die Sängerinnen und Sänger des Kirchenchores am Ostersonntag die Missa in honorem Sancti Caroli Borromaei von Max Filke aufführen. Diese Messe ist eigens für die Osterfeierlichkeiten komponiert worden und wurde in vielen Proben bereits einstudiert. In diesen Tagen hätte die Generalprobe stattfinden sollen, um den letzten Feinschliff zu erlangen.

 

In all seiner Tragik und seinem Schrecken kann die derzeitige Situation mit dem Coronavirus uns vielleicht auch ein Fingerzeig sein. Dahingehend, dass dieses Virus unser Alltagsleben gehörig durcheinandergebracht hat. Geschäfte, Fabriken, Diskotheken, Kinos usw. sind geschlossen. Der Lärm des Alltags ist durch strenge Ausgangsvorschriften stark reduziert. Die Belastungen der Umwelt durch Abgase, Verkehr, Verschmutzungen und Raubbau sind stark zurückgegangen. Dafür ist die so kostbare Zeit in der Familie ausgeweitet und so intensiv wie sonst nur in den gemeinsamen Urlaubs- und Ferientagen. Diese erzwungene Ruhe und Besinnung auf uns selbst, ist ein sehr starker Ausdruck in dieser Fasten- und Karzeit. Das Lumen Christi stellt unser aller Hoffnung dar, dass es nach den Osterferien unser gesellschaftliches Leben wieder schrittweise in einen Alltag ohne bzw. mit weniger Einschränkungen zurückfinden kann.

 

Dieser Mut und diese Zuversicht kommen so wunderbar im Liedtext Von guten Mächten wunderbar geborgen von Dietrich Bonhoeffer zum Ausdruck. Dort heißt es:  

 

Von guten Mächten treu und still umgeben, behütet und getröstet wunderbar. So will ich diese Tage mit euch leben, und mit euch gehen in ein neues Jahr. Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen, und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

 

In dieser Gewissheit wünscht Ihnen allen die gesamte Kirchenchorfamilie alles Gute, frohe Ostern und vor allem Gesundheit.

 

(Text: Steffen Riedel)

Jahreshauptversammlung 2020

 

Am 22. Januar 2020 lud der katholische Kirchenchor St. Remigius Hambrücken zu seiner diesjährigen Jahreshauptversammlung ein. 84 Sängerinnen und Sänger der verschiedenen Chorformationen, sowie Präses Pfarrer Bretl, Bürgermeister Thomas Ackermann, der Präsident des Badischen Chorverbandes Emil Zimmermann, der Ehrendirigent Winfried Berger mit Ehefrau Renate sowie Ehrenvorstand Fritz Raab waren dieser Einladung gefolgt. Bevor es an die umfangreiche Tagesordnung ging, konnten sich die Anwesenden zu Beginn mit einer deftigen Gulaschsuppe oder Kässpätzle stärken. Anschließend eröffnete die 1. Vorsitzende Eva Baron die diesjährige Jahreshauptversammlung und begrüßte dazu alle Ehrengäste, die Dirigentin Jutta Zimmermann, sowie die anwesenden Sänger und Sängerinnen. Nach der Totenehrung blickte die 1. Vorsitzende auf das vergangene Vereinsjahr zurück, welches vor allem von dem grandiosen Jubiläumskonzert "Highlights of 20 Jahre Jutta Zimmermann" - anlässlich der 20-jährigen Dirigententätigkeit - geprägt war und der gesamten Chorgemeinschaft noch lange in Erinnerung bleiben wird. Nach dem Bericht des Kassier Roland Notheisen konnten die Kassenprüfer Karl-Heinz Soder und Astrid Masche dem Kassier eine einwandfreie Kassenprüfung bescheinigen.

 

In seinem anschließenden Grußwort drückte Pfarrer Bretl seine Freude aus, bei der Jahreshauptversammlung dabei zu sein. Er führte aus, dass in vielen Liedtexten die tiefe Botschaft der Heiligen Schrift hörbar werde und stellte die Frage, welchen Einfluss diese Botschaft auf das Leben bzw. den Alltag habe. Auch wies er auf die Wichtigkeit einer guten Aussprache der Sängerinnen und Sänger hin, damit die Botschaft auch bei den Gottesdienstbesuchern ankommen könne. Somit werde der Kirchenchor zum wertvollen Verkündiger der Botschaft Gottes. Er bedankte sich bei Fritz Raab für 75 Jahre Sängertätigkeit im Chor und jahrzehntelange Kantorentätigkeit für die Pfarrgemeinde. Zum Dank überreichte er ein gesegnetes Weinpräsent. Bei den Sängerinnen und Sängern, dem Vorstand und bei der Dirigentin Jutta Zimmermann bedankte er sich für das aktive Einbringen in die Gemeinde. 

 

Chorleiterin Jutta Zimmermann bedankte sich in ihrer Ansprache für die 20 Jahre als Chorleiterin beim Kirchenchor. Sie betonte die Wichtigkeit der Nachwuchsarbeit, damit das aktive Chorleben auch lange Zeit weiterbestehen könne. Die wöchentliche Chorprobe sei ein Ort der Zusammenkunft ganz ohne Dresscode und in angenehmer, ruhiger Atmosphäre. Damit hebe sie sich vom stressigen und sich schnell ändernder Alltag deutlich ab.

 

Bürgermeister Thomas Ackermann dankte der Chorgemeinschaft für die Teilnahme am letztjährigen Straßenfest. In ihren weiteren Worten sprach sie davon, wie wertvoll die drei Chöre für die Gemeinde Hambrücken sind, welche Vielfalt sie prägen und mit ihren vielfältigen Angeboten alle Altersklassen ansprechen. Im Namen der Gemeinde bedankte er sich herzlich bei der 1. Vorsitzenden Eva Baron, sowie bei der Dirigentin Jutta Zimmermann für die engagierte Vereinsarbeit und das Ehrenamt und wünscht der Chorgemeinschaft, dass sie weiterhin so leidenschaftlich musiziert. Er brachte seinen „starken Willen“ zum Ausdruck, nach Ablauf seiner aktiven Tätigkeit die Chorproben des Vocalitas zu besuchen. Diese Interessensbekundung wurde mit extra Applaus belohnt.

 

Im Anschluss konnte die Vorstandschaft einstimmig entlastet und zu den Neuwahlen übergegangen werden. Den Wahlvorstand übernahmen dabei Pfarrer Bretl und Bürgermeister Ackermann - eine Aufgabe, die aufgrund der zahlreichen Wahlen eine wahre Herausforderung darstellte, aber von den Beiden mit viel Humor und Ausdauer gemeistert wurde.

 

Die Neuwahlen erfolgten mit folgendem Ergebnis:

 

1. Vorsitzende

Eva Baron

stellvertretender Vorstand

Carmen Debatin

Schriftführerin

Anna Bohn

Pressewart

Steffen Riedel

Kassenwart

Roland Notheisen

Kassenprüfer

Sarah Baron und Maria Kretzler

3 Beisitzer Stammchor

Bernhard Lang, Edwin Gärtner,

Andreas Köhler

3 Beisitzer Vocalitas

Joelina Abel, Georgia Krempel,

Luisa Schuhmacher

 

Allen gewählten Vorstandsmitgliedern sei an dieser Stelle herzlich gratuliert und allen bisherigen und/oder ausscheidenden Vorstandsmitgliedern recht herzlich für ihre geleistete Arbeit und ihr Engagement gedankt.

 

Nach den Neuwahlen konnten in diesem Jahr wieder einige Chorsänger/innen für ihre langjährige Mitgliedschaft bei der Chorgemeinschaft geehrt werden.

 

10 Jahre

Sara Baron, Astrid Masche, Ellen Oestreicher, Emil Zimmermann

20 Jahre

Annemarie Decker-Notheisen, Monika Graf, Helene Grub, Gabi Kretzler, Monika Wenzel-Soder, Elke Zimmermann

25 Jahre

Doris Klinger, Petra Notheisen

55 Jahre

Franz Notheisen

60 Jahre

Elisabeth Köhler

65 Jahre

Regina Köhler, Gertrud Notheisen

75 Jahre

Fritz Raab (Ehrenvorstand des Kirchenchores)

 

Nach den Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft konnten auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Sänger/innen für ihren vorbildlichen Probenbesuch geehrt und mit einem Präsent bedacht werden. Unter allen sind hier vom Kirchenchor Elisabeth Köhler und Sigrid Simon die keine der 46 Singstunden versäumt haben. Beim Vocalitas ist Ilse Krempel hervorzuheben, die in 42 von 43 Singstunden anwesend war.

 

Die 1. Vorsitzende Eva Baron dankte in ihren Abschlussworten nochmals der gesamten Chorgemeinschaft für ihr Engagement. Ein besonderer Dank ging dabei noch an Uwe Zimmermann (PixelMover-Foto) für seine hervorragende Fotografie- und Webmasterarbeit bei Konzerten und auf der Homepage des Kirchenchores und natürlich an die Dirigentin Jutta Zimmermann ohne deren unermüdlichen Einsatz die drei Chorformationen nicht diese musikalische Vielfalt bieten könnten.

 

(Text und Fotos: Steffen Riedel)

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